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Jens HagenJens Hagen * 12.3.1944 in Steinhöring/Oberbayern; aufgewachsen in Dinslaken am Niederrhein, lebte seit 1964 in Köln. + 2004 in Mechernich bei Köln
Portraitfoto © Dorothee Joachim, Köln 1995
 
Begann mit 16 Jahren für Zeitungen zu schreiben (und zu fotografieren), arbeitete seitdem freiberuflich. Studierte - neben seiner damals journalistischen Arbeit – Theaterwissenschaft, Philosophie und Germanistik. Arbeitete seit 1969 auch für Funk und Fernsehen. War u.a. Lokal-, Gerichts- und Polizeireporter (z.B. für EXPRESS), ein Kenner der Rock-, Blues- und Song-Szene, gehörte zum Kollektiv der ersten alternativen Kölner Stadt-Zeitung ANA&BELA und der legendären WDR-Jugendsendung „Panoptikum“, schrieb für Zeitschriften wie „konkret“, „Spontan“, „underground“, „DVZ“, war Kulturkritiker, Kommentator, Moderator, Realisator, Fotograf, Dozent, Regisseur. Mitbegründer von „Künstler für den Frieden“ und aktiver Gewerkschafter.

Arbeitete seit 1980 als freier Schriftsteller und schrieb vor allem Hörspiele, Gedichte, Poeme, Satiren, Erzählungen, Drehbücher, erotische Kurzgeschichten und Romane. Veröffentlichte über zwanzig Hörspiele (u.a. gemeinsam mit Günter Wallraff, Gerd Wollschon und Uwe Erichsen), die von allen ARD-Rundfunkanstalten gesendet wurden; außerdem etliche Bücher, z.B.: „Was wollt ihr denn, ihr lebt ja noch“ (zus. mit Günter Wallraff), „Der Tag, an dem Oma wegen Beleidigung der Nationalmannschaft verhaftet wurde“ (Satiren), „Manchmal da packt’s dich einfach“ (Gedichte), „Zeitgedichte“, „Erfolg macht geil“ und „Was für ein Tag zum Träumen“ (rororo), „Haiku Kriminale“ (Verlag Landpresse, 1997), „Am Rand der Wörter“ (Haiku, edition fundamental, 2000), „Mach mal bitte Platz, wir müssen hier stürmen. – Als der Beat nach Deutschland kam – Fotografien von J.H.“ (Verlag M7, 2000), „Die Satzinsel“ (Haiku 2, edition fundamental, 2002). Posthum erschienen „Punkt Punkt Komma Strich“ (Haiku 3, edition fundamental, 2005), „Ohio #15 – Photographien von Jens Hagen“ (2007) und „Nie ankommen – Köln Poem“ (Sprungturm Verlag, Köln, 2014).

Arbeitete seit langem auch mit bildnerischen Mitteln (Zeichnungen, Objekte, „Stöcke“, „Steine“, Fotografie, copy-art, Konkrete Poesie). Ausstellungen u.a.: Baack’scher Kunstraum, Köln (mit Dieter Reick); KAOS-Galerie, Köln; Werkstatt-Galerie Tam Uekermann, Köln; Buchhandlung M7 und SK Stiftung Kultur im MediaPark Köln, 2000 (im Rahmen der 14. Internationalen Photoszene Köln); Galerie Pentagramm im KULT 41, Bonn, 2001; Kunstverein Frechen, 2001; „Heute bin ich wieder Störer. Der Kölner Schriftsteller und Künstler Jens Hagen“, Historisches Archiv der Stadt Köln, 2005; „Total real“, fotopension, Köln, 2008; „Am Rand der Wörter“, Literatur-in-Köln-Archiv (LiK), Zentralbibliothek Köln, 2014.

Erhielt 1977 den Literatur-Förderpreis des Landes NRW, 1980 das Förderstipendium der Stadt Köln für Literatur, 1990 die Auszeichnung Hörspiel des Monats (für „Total real“), 1993 und 1996 Arbeitsstipendien (Hörspielförderung) der Filmstiftung NRW.

Jens Hagen starb am 11.6.2004 in Mechernich bei Köln.

www.nie-ankommen.net

www.dorotheejoachim.de
Werke im Sprungturm Verlag:
Nie ankommen Köln Poem, 2014